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Patchwork - Eine besondere Liebesgeschichte (Autoreninterview)

 

 

 

 

Wie sich vielleicht jeder vorstellen kann, bedarf es viel Geduld, Kraft und Ausdauer einen Roman zu schreiben. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Viele Menschen träumen vom eigenen Roman, doch nicht jeder schafft es ihn zu beenden und ihn dann auch noch zu veröffentlichen.

 

Vor gar nicht allzu langer Zeit hat eine junge Autorin zu mir Kontakt aufgenommen und bat mich, ihren ersten geschriebenen Roman zu lesen und zu bewerten. Ich habe also ihr Werk gelesen und habe es hier auch rezensiert, doch habe ich auch den lieben Menschen, der dahinter steckt, etwas kennengelernt. Sie hat sich für Euch zu einem kleinen Interview bereit erklärt.

 

 

 

 

 

 

Die Autorin, um die es sich hier handelt, heißt Rabea Drexler, ist 16 Jahre jung und lebt in Dortmund. Dort besucht sie auch noch die Schule und strebt ihr Abitur an. Sie hat es also geschafft das Schreiben und die Schule unter einen Hut zu bekommen und damit die erste Hürde eines so jungen Schriftstellers überwunden. Sie liest gerne und viel, wenn es die Zeit zu lässt, vor allem Liebesromane, aber auch mit etwas Fantasy, wie von Cassandra Clare und Kerstin Gier. Diese Affinität zu Liebesgeschichten spiegelt sich ebenfalls in ihrem eigenen Werk wieder. Allerdings finde ich ihre Erklärungen zu gut, um sie mit meinen Worten wieder zu geben und ich möchte sie auch  Euch nicht vorenthalten:

 

 

 

 

 

Warum nennst du Dich auf deinem Roman Tabea?

 

 

 

"Dass auf dem Cover „Tabea“ steht, liegt daran, dass meine Freundin das Cover schon fertig gezeichnet hatte, als ich die Idee hatte, ich könnte vielleicht ein Pseudonym verwenden.

 

Ich habe dann vorgeschlagen, dass sie ja einfach den ersten Buchstaben meines Namens überkleben könnte. Viele Leute, die meinen Namen das erste Mal hören, nennen mich Tabea, weil sie Rabea scheinbar noch nicht kannten. Ich dachte einfach, wenn Jungs aus der Schule von dem Buch erfahren und mich damit aufziehen wollen, könnte ich einfach abstreiten, dass ICH es geschrieben habe."

 

 

 

 

 

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

 

 

 

"Meine absoluten Lieblingsbücher als Kind waren "Die Penderwicks". Als ich den ersten Teil gelesen habe, war ich vielleicht acht oder neun Jahre alt. Die Autorin Jeanne Birdsall hat über sich selbst geschrieben, wie sie sich als kleines Mädchen vorgenommen hat, eines Tages Schriftstellerin zu werden. Sie wollte Bücher schreiben, die Kinder entdecken und mit denen sie Spaß haben können. Diese Idee hat mich so fasziniert, dass ich genau dasselbe machen wollte: Geschichten schreiben, die die Leser vielleicht zu Lachen, Weinen, oder Nachdenken bringen. Heute bin ich sechzehn, aber an diesem Traum, irgendwann Geschichten zu schreiben, die Menschen mit Freude lesen, hat sich bis heute nichts geändert."

 

 

 

Was hat Dich motiviert Deinen Traum weiter zu verfolgen?

 

 

 

 

 

"Mit vierzehn habe ich das erste Mal so etwas wie einen Roman geschrieben. Die Geschichte hieß „Über ein fast perfektes Mädchen“ und es ging um eine junge Schauspielerin, die sich in einen Fußballer verliebt. Ich schätzte, die Fußballer haben es mir irgendwie angetan.

 

Mein Papa war damals der einzige, der die Geschichte gelesen und sogar für mich Korrektur gelesen hat (zumindest so gut er konnte). Ich bin ihm aber unglaublich dankbar dafür. Hätte er mich damals nicht ermutigt, weiter zu schreiben, hätte ich das vielleicht auch nicht gemacht. Wir hatten damals sogar die Idee, die Geschichte an einen Verlag zu schicken. Ich habe mich dann aber doch nicht getraut...Insofern ist es vielleicht nicht ganz richtig, wenn ich sage, „Patchwork“ ist mein erster Roman, aber er ist der erste, den ich wirklich veröffentlicht habe."

 

 

 

Wie bist Du auf die Idee zu "Patchwork" gekommen?

 

 

 

"2016 war ich auf Klassenfahrt in England. Obwohl wir nur einen Tag in London verbracht haben und ich seitdem auch nicht mehr dort war, war ich sofort begeistert von der Stadt. Auf der Busfahrt zurück nach Hause haben eine Freundin und ich zusammen das Buch „Nur drei Worte“ gelesen und waren beide sofort begeistert. Auf der Suche nach neuen lgbtq-Geschichten, habe ich irgendwann beschlossen, einfach selbst eine zu schreiben. Erst sollte daraus nur eine Kurzgeschichte werden, aber herausgekommen ist „Patchwork“. Das sich in meinem Roman zwei Jungs ineinander verlieben, hat zum einen damit zu tun, wie begeistert ich von „Nur drei Worte“ war, zum anderen damit, dass ich finde, dass es immer noch zu wenig solcher Bücher gibt. Natürlich findet man Liebesromane, in denen kein heterosexuelles Pärchen im Vordergrund steht, wenn man danach sucht. Aber „Nur drei Worte“ war das erste Buch, das mir in die Hände gefallen ist und ich finde, bis heute gibt es nicht viele solcher Jugendbücher, die ähnlich populär sind. Einen Fußballer, der sich noch während seiner Karriere öffentlich als schwul geoutet hat, gibt es auch noch nicht wenn ich da richtig informiert bin, zumindest nicht in der Bundesliga beziehungsweise in der Premier League. Das war Grund genug für mich, ihn zu erfinden. "

 

 

 

Werden wir in Zukunft wieder etwas Neues von Dir zu lesen bekommen?

 

 

 

"Mittlerweile schreibe ich an neuen Geschichten. Wann vielleicht eine nächste bereit ist, veröffentlicht zu werden, weiß ich nicht, aber das wird die Zeit zeigen…

 

Dann wird aber wahrscheinlich kein Fußballer in der Geschichte vorkommen, ich bin zwar selbst Fußballfan, habe aber nie Fußball gespielt."

 

 

 

 

 

Wer nun neugierig geworden ist und mehr über den Roman selbst erfahren möchte, kann jetzt hier klicken, um zur Rezension zu gelangen!

 

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